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Was ist Psychoanalyse? Der psychoanalytische Ansatz der Psychologie

Was ist Psychoanalyse? Der psychoanalytische Ansatz der Psychologie

Die Psychoanalyse ist definiert als eine Reihe von psychologischen Theorien und therapeutischen Techniken, die ihren Ursprung in den Arbeiten und Theorien von Sigmund Freud haben. Die zentrale Idee im Zentrum der Psychoanalyse ist der Glaube, dass alle Menschen unbewusste Gedanken, Gefühle, Wünsche und Erinnerungen besitzen. Was den Inhalt des Unbewussten anbelangt, können die Menschen Katharsis erleben und ihre derzeitige Stimmung vertiefen.

Inhalt

  • 1 Grundprinzipien der Psychoanalyse
  • 2 Kurze Geschichte der Psychoanalyse
  • 3 Eckdaten der Psychoanalyse
  • 4 Hauptfiguren der Psychoanalyse
  • 5 Fallstudie
  • 6 Das bewusste und unbewusste Denken
  • 7 Das Es, das Ich und das Über-Ich
  • 8 Selbstverteidigungsmechanismen
  • 9 Schwächen der Psychoanalyse
  • 10 Die Stärken der Psychoanalyse

Grundprinzipien der Psychoanalyse

Die Psychoanalyse basiert auf mehreren Grundsätzen:

  • Die Persönlichkeitsentwicklung ist vor allem von den Ereignissen unserer frühen Kindheit geprägt. Laut Freud ist die Grundlage unserer Persönlichkeit im Alter von fünf Jahren festgelegt.
  • Unser Verhalten wird maßgeblich von unbewussten Impulsen beeinflusst.
  • Wenn die Information des Unbewussten zu unserem Bewusstsein gelangt, kann dies zur Katharsis führen und es uns ermöglichen, mit dem Problem umzugehen.
  • Wir verwenden eine Reihe von Abwehrmechanismen, um uns vor den Informationen in unserem Unterbewusstsein zu schützen.
  • Emotionale und psychische Probleme wie Depressionen und Angstzustände sind häufig auf Konflikte zwischen Bewusstsein und Unbewusstem zurückzuführen.
  • Ein erfahrener Analytiker kann dabei helfen, bestimmte Aspekte des Unterbewusstseins durch verschiedene psychoanalytische Strategien wie die Traumanalyse ins Bewusstsein zu rücken und freie Assoziation.

Kurze Geschichte der Psychoanalyse

Wie wir alle wissen, Sigmund Freud war der Begründer der Psychoanalyse und des psychodynamischen Ansatzes der Psychologie.

Diese Denkschule betonte die Einfluss des Unbewussten auf das Verhalten. Freud glaubte, dass der menschliche Geist aus drei Elementen besteht: dem Es, dem Selbst und dem Über-Ich.

Freuds Theorien psychosexueller Stadien, des Unbewussten und der Symbolik von Träumen bleiben ein beliebtes Thema bei Psychologen und Laien, obwohl seine Arbeit heute von vielen mit Skepsis betrachtet wird.

Viele von Freuds Beobachtungen und Theorien basierten auf klinischen Fällen und Fallstudien, was es schwierig machte, ihre Ergebnisse auf eine größere Population zu übertragen. In jedem Fall haben Freuds Theorien die Art und Weise, wie wir über die Funktionsweise des Geistes und das menschliche Verhalten denken, verändert und bleibende Spuren hinterlassen die Psychologie und Kultur

Ein weiterer mit der Psychoanalyse verbundener Theoretiker ist Erik Erikson. Erikson erweiterte Freuds Theorien und betonte die Bedeutung des persönlichen Wachstums während des gesamten Lebens. Er formulierte die Theorie der menschlichen Entwicklung, die psychosoziale Phasen und der Einfluss von Kultur und Gesellschaft auf die Entwicklung der Persönlichkeit.

Die Psychoanalyse hilft den Menschen, sich selbst zu verstehen Erforschung von Impulsen, die oft nicht erkannt werden, weil sie im Unbewussten verborgen sind. Heutzutage umfasst die Psychoanalyse nicht nur die psychoanalytische Therapie, sondern auch die angewandte Psychoanalyse (die die psychoanalytischen Prinzipien realer Szenarien und Situationen anwendet) sowie die Neuropsikoanalyse (die die Neurowissenschaften auf psychoanalytische Themen wie Träume und Nerven anwendet) Unterdrückung).

Freuds traditionelle Ansätze wurden bereits weitgehend überwunden, und die modernsten Ansätze zur psychoanalytischen Therapie betonen eine Vision ohne Vorurteile und mitfühlender. Auf diese Weise können sich Kunden sicher fühlen, wenn sie ihre Gefühle, Wünsche, Erinnerungen und Stressfaktoren erkunden, die zu psychischen Problemen führen können. Untersuchungen haben auch gezeigt, dass Der im psychoanalytischen Prozess verwendete Selbsttest kann zu einem langfristigen emotionalen Wachstum beitragen.

Sigmund Freud Psychoanalyse

Schlüsseldaten der Psychoanalyse

  • 1856 - Sigmund Freud wird geboren
  • 1886 - Freud beginnt als Therapeut zu praktizieren
  • 1892 - Josef Breuer beschreibt den Fall von Anna O. Freud
  • 1895 - Anna Freud wird geboren
  • 1900 - Sigmund Freud veröffentlicht sein Buch „Die Interpretation von Träumen“
  • 1896 - Sigmund Freud prägte den Begriff Psychoanalyse
  • 1907 - Die Wiener Psychoanalytische Gesellschaft wird gegründet
  • 1908 - Das erste internationale Treffen zwischen Psychoanalytikern wird abgehalten
  • 1909 - Freud unternimmt seine erste und einzige Reise in die USA
  • 1913 - Jung trennt sich von Freud und der Psychoanalyse
  • 1936 - Die Wiener Psychoanalytische Gesellschaft ändert ihren Namen und wird zur Internationalen Psychoanalytischen Vereinigung
  • 1939 - Sigmund Freud stirbt in London nach langer Krankheit an Mundkrebs

Hauptfiguren der Psychoanalyse

Fallstudie

Eine Fallstudie ist definiert als eine eingehende Untersuchung einer Person. Zu Freuds berühmtesten Fallstudien gehören Dora, der kleine Hans und Anna O., die einen starken Einfluss auf die Entwicklung seiner psychoanalytischen Theorie hatten.

In der Fallstudie versucht der Forscher, alle Aspekte des Lebens eines Individuums eingehend zu untersuchen. Es wird erwartet, dass der Forscher durch sorgfältiges Studieren der Person eine klare Perspektive erhält wie die Geschichte dieser Person zu ihrem aktuellen Verhalten beiträgt. Aufgrund dieses erworbenen Wissens wird angenommen, dass das Gelernte auf andere Fälle übertragen werden kann. Es ist jedoch oft schwierig, die Ergebnisse zu verallgemeinern, da Fallstudien dazu neigen, so subjektiv zu sein.

Das bewusste und unbewusste Denken

Im Unbewussten sind alle Dinge enthalten, die außerhalb unseres bewussten Wissens liegen. Dies können frühkindliche Erinnerungen, Geheimnisse und versteckte Wünsche sein. Nach Freud Das Unbewusste enthält Dinge, die unangenehm oder sogar sozial inakzeptabel sein können. Weil diese Dinge Schmerzen oder Konflikte hervorrufen können, sind sie im Unbewussten begraben.

Obwohl diese Gedanken, Erinnerungen und Impulse außerhalb unseres Bewusstseins liegen, beeinflussen sie weiterhin unser Denken, Handeln und Verhalten. In einigen Fällen können Dinge, die sich außerhalb unseres Bewusstseins befinden, das Verhalten negativ beeinflussen und uns dazu führen psychische Störungen.

Im Bewusstsein ist alles, was in unserem Bewusstsein ist. Der Inhalt des Bewusstseins sind die Dinge, die uns bewusst sind oder leicht in den Sinn kommen können.

Das Es, das Ich und das Über-Ich

In Anlehnung an die Persönlichkeitstheorie nach Sigmund Freud finden wir die drei grundlegenden Persönlichkeitsstrukturen:

Es: Freud glaubte, dass Persönlichkeit aus drei Schlüsselelementen besteht. Der erste von ihnen nennt es. Hier sind alle unbewussten, grundlegenden und primären Impulse.

Mir: Der zweite Aspekt der Persönlichkeit ist das Ich, auch bekannt als Ego. Dies ist der Teil der Persönlichkeit, der sich den Anforderungen der Realität stellen muss. Es hilft, die Impulse des Es zu kontrollieren und lässt uns in der Gesellschaft realistisch und akzeptabel handeln. Anstatt Verhaltensweisen auszuführen, die lediglich darauf abzielen, unsere Wünsche und Bedürfnisse zu befriedigen, zwingt uns das Ego, diese Bedürfnisse auf sozial verträgliche Weise zu befriedigen. Das Ich kontrolliert nicht nur die Anforderungen des Es, sondern hilft auch dabei, ein Gleichgewicht zwischen unseren Grundimpulsen, unseren Idealen und der Realität zu erreichen.

Über-Ich: Das Über-Ich oder Superheld Es ist der letzte Aspekt der Persönlichkeit und enthält unsere Ideale und Werte. Die Werte und Überzeugungen, die unsere Eltern und unsere Gesellschaft in uns einfließen lassen, sind die treibende Kraft des Über-Ichs und bemühen sich, uns dazu zu bringen, uns gemäß dieser Moral zu verhalten.

Selbstverteidigungsmechanismen

Ein Abwehrmechanismus ist eine Strategie, mit der sich das Ego vor Angst schützt.. Diese Verteidigungsinstrumente dienen als Schutz, um unangenehme oder stressige Aspekte des Unbewussten vom Bewusstsein fernzuhalten. Wenn etwas zu überwältigend oder sogar kontraproduktiv erscheint, helfen uns Abwehrmechanismen, Informationen aus dem Bewusstsein zu halten, um die Belastung zu minimieren.

Schwächen der Psychoanalyse

Viele der von psychoanalytischen Theoretikern vorgeschlagenen Konzepte sind schwer zu messen und zu quantifizieren.

Die meisten Ideen von Freud basierten auf Fallstudien und klinischen Beobachtungen und nicht auf empirischer, wissenschaftlicher Forschung.

Freuds Theorien übertreiben den Einfluss von Kindheitserfahrungen, Sex und Unbewusstem.

Die Stärken der Psychoanalyse

Obwohl die meisten psychodynamischen Theorien nicht auf experimenteller Forschung beruhen, sind die Methoden und Theorien des psychoanalytischen Denkens trugen zur Entwicklung der experimentellen Psychologie bei.

Viele der Persönlichkeitstheorien, die von psychodynamischen Denkern entwickelt wurden, sind noch heute einflussreich, einschließlich Eriksons Theorie der psychosozialen Stadien und Freuds Theorie der psychosexuellen Stadien.

Die Psychoanalyse eröffnete eine neue Vision von psychischen Erkrankungen, was darauf hindeutet, dass das Sprechen über persönliche Probleme mit einem Fachmann dazu beitragen könnte, die Symptome von psychischen Störungen zu lindern.

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